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Kirchspiel Bawinkel e.V.

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8. Schnatgang des Heimatvereins Kirchspiel Bawinkel

Auf dem alten Schul- und Kirchweg

Bei herrlichem Wanderwetter begrüßte der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Kirchspiel Bawinkel, Herr Franz Lübbers, am 7. Mai 2011 um 7:30 Uhr etwa 60 Teilnehmer bei der alten Schule in Duisenburg, auf dem Hof von Bernhard Hinken.

Der Schnatgang ist ein alter, seit Jahrhunderten bestehender Brauch der Grenzbegehung. Nach Einführung der Grundsteuerkatasters wurden diese Schnatgänge vom preußischen Innenministerium für nicht mehr notwendig erklärt. Dieser Brauch geriet in Vergessenheit.

Heute ist er in vielen Orten wiederbelebt worden, so auch vom Heimatverein Kirchspiel Bawinkel. Dieser lud nun schon zum achten Mal zum Schnatgang ein. Ein echter Schnatgang war es allerdings nicht sondern eine Wanderung auf Teilen des alten Kirch- und Schulweges von Duisenburg nach Bawinkel.

Nach der Begrüßung der Jagdhornbläser des Hegeringes informierte Herr Hinken die Teilnehmer kurz über die Geschichte des Hofes. Danach folgte ein kleiner Rückblick auf die ehemalige Schule und die Gemeinde Duisenburg durch Herrn Lübbers.Der Name leitet sich offensichtlich vom Hof Duisen ab. Um die Errichtung einer Schule hatte sich die Gemeinde seit 1876 bemüht. Erst im Jahr 1951 konnte das Schulgebäude eingeweiht werden. Es wurden etwa 50 Kinder unterrichtet. Die Aufhebung der Schule erfolgte 1972. Der letzte Lehrer wurde an die Mittelpunktschule in Bawinkel versetzt.

Vom Hof Hinken ging es dann zum ehemaligen Hof Hackmann (heute Schaper).
Ältere Teilnehmer und diejenigen die nicht mehr so gut zu Fuß waren, konnten in den Fahrzeugen des ABC-Zuges Bawinkel mitfahren. Hier verlief früher der Weg über das Hofgelände. An diesem Weg stand ein altes Steinkreuz aus dem Jahre 1850. ES befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Wegen der Flurbereinigungsmaßnahmen musste es entfernt werden. Der Heimatverein ließ das Kreuz restaurieren und im Jahr 1989 auf dem Hof neu errichten. Das Kreuz ist eine Besonderheit im nordwestdeutschen Raum. Der Korpus ist aus dem Stein herausgearbeitet worden.

Der Weg führte dann zum Hof Swarte-Weyer (heute Wübbels). Auf dem Hof befindet sich ein altes Backhaus im Fachwerkstil. Es wurde vor Jahren restauriert. In diesem Gebäude wurde Mitte des 19.Jahrhunderts Schulunterricht erteilt. Der Unterricht fand einmal in der Woche und nur im Winterhalbjahr statt.
Auf halber Strecke wurde dann auf dem Hof Lübbers gefrühstückt. Einige Frauen des Heimatvereins hatten dort schon alles vorbereitet. Nach dem Frühstückinformierte Norbert Lübbers die Anwesenden über die Anfänge und den heutigen Stand des Hofes. Danach bestand die Möglichkeit die Stallungen und die hochmodernen Melkroboter zu besichtigen.

Von hier ging es dann Richtung Bawinkel zum Neubau des ABC-Zuges des Roten Kreuzes.
Werner Wehlage, Leiter des ABC-Zuges, begrüßte die Teilnehmer und informierte über die Arbeit und Aufgaben des ABC-Zuges. M. Gelze zeigte eine Präsentation über die Gründung des Roten Kreuzes bis hin zu den heutigen weltweiten Aufgaben. Anschließend konnten die Fahrzeuge besichtigt werden.
Nach einer kräftigen Erbsensuppe gab es noch ein gemütliches Beisammensein. Zum Abschluss bedankte sich Herr Lübbers bei den Mitarbeitern des ABC-Zuges mit einem kleinen Präsent im Gegenzug überreichte Herr Wehlage ein Symbol des Roten Kreuzes.
Mit den Klängen der Jagdhornbläser endete der Schnatgang.