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| Auf den Spuren des Heiligen Alexander ... ... Halbtagesfahrt des Heimatverein Bawinkel 2006 |
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Fotos: Hermann Heitker |
Die Katholische Kirchengemeinde St. Alexander- in Bawinkel feiert in diesem Jahr das
100-jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche. Auch die Vorgängerkirchen hatten den heiligen
Alexander als Kirchenpatron. Der Legende nach war Alexander einer von sieben Söhnen der Märtyrerin Felizitas. Er und seine Brüder sollen während der Christenverfolgungen, um das Jahr 165, in Rom hingerichtet worden sein. Im Jahre 850 reiste Graf Waltbert, ein Enkel des Sachsenherzogs Widukind, nach Rom, um dort von Papst Leo IV. die wundertätigen Reliquien des hl. Alexander zu empfangen. Da sich die Bekehrung zum Christentum im Norden als schwierig erwies hoffte man, das sichtbare Heilsmittel der Missionsarbeit förderlich seien. Die Reise führte von Holland kommend über Nordhorn, Schepsdorf, (dort musste man mit einer Fähre über die Ems setzen) Wallenhorst nach Wildeshausen. Der Heimatverein Kirchspiel Bawinkel folgte diesen Spuren und besuchte mit ca 35 Personen die Stadt Wildeshausen. Das direkt an die Kirche anschließende Kapitelhaus, oder Remter genannt, ist über 1000 Jahre
alt. Hier wohnten die Stiftsherren in klosterähnlicher Gemeinschaft. Seit dem 12 . Jahrhundert
unterhielten sie hier auch eine Stiftsschule. Heute wird der Remter von der ev, Kirchengemeinde
für die Jugendarbeit genutzt. Über den Stadtwall, auf der sich die alte Stadtmauer befand, ging der Weg an der Hunte entlang zum Stadtpark und zum Burgberg, Hier befand sich bis zum 17. Jh. die Burg der Grafen von Oldenburg-Wildeshausen. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf den Kurpark. Die kath. Kirche St Peter wurde 1823 erbaut. Die Ausstattung ist für eine kath. Kirche ungewöhnlich schlicht gehalten. Danach wurde noch der Ratssaal im alten Rathaus aus dem 13. Jahrhundert besichtigt. Im dreißigjährigen Krieg wurden hier Gottesdienste abgehalten. Es wurde gründlich renoviert und es können wieder Ratssitzungen, Ausstellungen u. Vorträge abgehalten werden. |
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Der Rundgang endete beim 1990 neu errichteten Stadthaus. An seinem Giebel befindet sich das Glockenspiel mit 23 Bronzeglocken und einem Figurenumlauf der eindrucksvoll die Geschichte der Stadt darstellt. Der Jahreszeit entsprechend erklingen verschiedene Melodien. Mit Erklingen des Glockenspiels um 18.00 Uhr verabschiedeten wir uns von der Gästeführerin und der schönen Stadt Wildeshausen. Heinrich Behlmann | |