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Mariendarstellung auf dem katholischen Friedhof Bawinkel

 

In der Nordostecke des katholischen Friedhofes steht eine kleine Klause, die eine Pieta beherbergt, d.h. eine bildliche Darstellung der schmerzhaften Mutter mit dem Leichnam Jesu auf ihrem Schoß. Zur Geschichte dieses christlichen Symbols können nur ein paar mündlich überlieferte Informationen gegeben werden.

Die Klause wurde Mitte der 60er Jahre von Baumaeister Möllering, Bawinkel, gebaut. Der Unterbau besteht aus Bruch-Sandstein und ist überbaut mit einer Nische, die nach oben als Sattel spitzwinkelig ausläuft. Das Satteldach ist mit einer soliden Kupferabdeckung versehen, die Rückwand mit Holzschindeln abgedeckt. Die Frontseite ist durch eine Glasscheibe abgeschirmt, wodurch die Pieta vor Schlagregen und Staub geschützt wird. Zur Errichtung der Klause stellte der frühere Bawinkeler Arzt, Dr. Schulte, seine reservierte Grabstätte zur Verfügung.

Im Sockel ist folgende Inschrift eingeschnitzt:

"Ich war blind und kann nun sehen
Marienstift   (Joh. 9-25)"

Die Pieta ist vermutlich in der Werkstatt des Bildhauers Schölzel, Klausheide, gearbeitet worden. Nach Aussage der damaligen Schwester Oberin des Marienstiftes, Schwester Franziska, ist die Figur eine Stiftung der blinden Brüder Heinrich und Bernhard Dust, genannt Freesen, aus Plankorth, die hier Jahrzehnte wohnten und ihren Lebensabend verbrachten und deren ebenfalls erblindetem Bruder Hermann. Der damalige Pfarrer Sierp (1961-1973) hat sich um die Errichtung dieses christlichen Symbols bemüht.

 
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